Ruhrpottabschied


In erster Linie plane ich natürlich die Fortsetzung der Ruhrpottsaga.
Nach dem 'Ruhrpottadel' und der 'Ruhrpottliebe' muss einfach ein weiteres Werk folgen, denn die Geschichte ist einfach noch nicht zu Ende.
Der Titel steht fest: 'Ruhrpottabschied'.


Geschafft!!!






'Murphys Abenteuer'

Geschichten für kleine und große Tierfreunde



Das hätte Dackel Murhpy nicht erwartet. Kaum der Mutter entwöhnt, kommt er in einen tourbulenten Haushalt, in dem es nicht nur Vater, Mutter und vier Söhne gibt, sondern auch noch eine alte, grummelige Dackeldame und eine verrückte Katze.

Er glaubt, dass ihn nichts mehr aus der Ruhe bringt, aber dann kommt Emma......



Hier ist eine kurze Leseprobe:


1.Murphy kann sehen

Langsam wachte der kleine Dackelwelpe auf und räkelte sich. Wie immer lag er nah an seine Mutter und die Geschwister gekuschelt. Wie schön warm und weich sich das anfühlte!
Heute war irgendetwas anders als sonst, es erschien ihm alles sehr viel heller und auch lauter. Er öffnete die Augen.
MOMENT! Er konnte die Augen öffnen! Zum ersten Mal in seinem, bis jetzt drei Wochen dauernden Leben sah er.
Und nicht nur das – er konnte auch hören. Das helle Licht und die vielen Töne verwirrten ihn und er schaute hilfesuchend um sich. 
„Hallo mein kleiner Murphy, aufgewacht?“ sagte eine liebe Stimme. Der Dackeljunge wusste ganz von selbst, dass es die Stimme seiner Mutter war. Jetzt regten sich auch die Geschwister. Murphy beeilte sich, um als erster an die Zitzen seiner Mutter zu kommen, denn er hatte plötzlich einen mächtigen Hunger. Als er sich satt getrunken hatte, kuschelte er sich wieder ganz dicht an und schlief glücklich ein.
Als er das nächste Mal aufwachte, hatte er ganz schlimme Zahnschmerzen und jammerte drauflos. Liebevoll leckte ihn seine Mutter ab. „Du bekommst deine Milchzähne, mein Kleiner. Das tut ein bisschen weh, aber es vergeht auch wieder. Trink noch ein wenig Milch und dann kuschelst du dich ganz nah an mich.“ Das tat der kleine Dackel auch, und bald war er eingeschlafen.

2.Ein seltsames Wesen
An diesem Morgen wurde er durch seine Geschwister geweckt. Einer seiner Brüder versuchte, Murphys Pfote in den Mund zu nehmen, während ein anderer seine Nase ableckte. Das kitzelte ganz schön. Murphy drehte den Kopf weg. Interessiert schaute er sich um. Er saß zusammen mit seiner Mutter und den fünf Geschwistern in einer großen Holzkiste, die innen mit Sägespänen ausgelegt war. Der Raum, in dem sie sich befanden war ziemlich groß und dunkel, aber Murphy hatte keine Angst. Er war ja nicht allein.
Jetzt ging die Tür auf und ein seltsames Wesen betrat den Raum. 
„Das ist ein Mensch, Kinder“, sagte seine Mutter. „Ihr müsst immer nett zu ihm sein und ihm gehorchen, denn er ist unser Rudelführer. Er füttert uns und er sorgt für unsere Sicherheit.“
„Aber er sieht komisch aus, Mama“, wagte Murphy einzuwenden.
Liebevoll schaute seine Mutter ihn an. „Das macht nichts. Er ist zwar nicht so hübsch wie wir, aber er bringt das Futter.“
Der Mensch hatte eine große und eine kleine Schüssel in den Händen.  Er beugte sich herunter und stellte die Schüsseln auf den Boden, während er redete. „So, hier ist euer Futter. Einmal für die Mutter und eine Schüssel für die Jungen.“
Murphys Mutter ging zu der großen Schüssel und fraß daraus. Während sie kaute, ermunterte sie ihre Welpen: „Der kleine Napf ist für euch. Versucht das Futter einmal. Es schmeckt sehr gut.“ Vorsichtig ging Murphy als Erster zu dem kleinen Napf und roch an dem Inhalt. Ja, das roch sehr angenehm. Dann probierte er laut schmatzend. Hmm, das schmeckte wirklich gut, wenn auch nicht so gut wie Mamas Milch. Nach und nach wagten sich seine Geschwister auch an den Napf, der ruck-zuck leergefressen war. Der Mensch hatte ihnen mit großen Vergnügen zugeschaut und nahm die leeren Schüsseln auf. „Donnerwetter“, staunte er, „das nächste Mal muss ich euch ein bisschen mehr Futter bringen.
„Das ist eine gute Idee“, sagte Murphy.
Der Mensch drehte sich um. „Du bist ja ein ganz Frecher! Kläfft mich jetzt schon an.“
„Nein, ich meinte nur, dass du das nächste Mal mehr Futter mitbringen sollst“, sagte Murphy, aber der Mensch verstand ihn wohl nicht. Er ging aus dem Raum, ohne geantwortet zu haben. 
„Ihr müsst verstehen, dass die Menschen unsere Sprache nicht sprechen“, erklärte die Dackelmutter. „Doch wir können uns ihnen trotzdem verständlich machen. Sie sind nur manchmal etwas schwer von Begriff.“
Sie seufzte. „Wir  müssen ein wenig Geduld aufbringen, früher oder später verstehen unsere Menschen, was wir von ihnen möchten.“
Das war alles sehr aufregend für Murphy und so legte er sich hin und machte ein Nickerchen.
Mittags wachte er davon auf, dass der Mensch in den Raum kam und mit den Futterschüsseln klapperte.
Weil Murphy nun schon wusste, wie es ging, bemühte er sich wieder als erster an den kleineren Napf zu kommen. Das gelang ihm mit einem Trick: Er kniff einfach die Augen zu, nahm Anlauf und rannte los. Schon hatte er die Nase im Futternapf. Hm, das schmeckte ihm von Mal zu Mal besser. Trotzdem mochte Murphy nicht auf Mutters Milch verzichten und holte sich nach dem Essen noch einen Nachtisch bei ihr.




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